Die „perfekte“ Beziehung

DAS ist wirklich wichtig in einer Beziehung – damit sie hält!

Was ist wichtig in einer Beziehung? Paartherapeut Eric Hegmann verrät, welche Faktoren tatsächlich entscheidend sind, damit eine Beziehung eine echte Chance hat.

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Bestimmt hast du dir schon mal die Frage gestellt, wie eine „perfekte“, erfolgreiche Beziehung in deinen Augen aussehen muss und welche Eigenschaften dein*e Traumpartner*in mitbringen sollte. Doch welche Faktoren sind tatsächlich wichtig, damit beide Partner*innen glücklich sind, die Beziehung funktioniert und im besten Fall ein Leben lang hält? Oftmals sind es die scheinbar kleinen Dinge in deiner Beziehung, die den entscheidenden Unterschied machen. 

Was die wichtigsten Faktoren für eine erfüllte Partnerschaft sind, woran Beziehungen scheitern und welche Rolle die Kommunikation in der Beziehung spielt, verrät uns im Folgenden Parship-Coach und Paartherapeut Eric Hegmann.

Dein Bauchgefühl sagt dir, dass etwas nicht rund läuft in deiner Beziehung? Finde mit den Experten von Aurea heraus, was du und dein Partner tun könnt, um eure Beziehung wieder in Schwung zu bringen.

Glückliche Beziehung: Was sind die Voraussetzungen für eine funktionierende Partnerschaft?

Zunächst einmal braucht es zwei Partner*innen, die sich füreinander entscheiden wollen, täglich und immer wieder. Was sich banal anhört, ist der Dreh- und Angelpunkt einer sicheren Verbindung: einander Aufmerksamkeit zeigen, den anderen nicht für selbstverständlich nehmen, ihr oder ihm zeigen, dass sie*er die Priorität eins ist.

Jede Beziehung ist der permanente Widerspruch zwischen dem Bedürfnis nach Verbindung und Verschmelzung, nach Geborgenheit und Verbindlichkeit, sowie dem Wunsch nach Freiraum und Selbstbestimmung, nach Exploration und Autonomie. Diese Ambivalenz müssen die Partner*innen für sich und miteinander aushalten und verhandeln können. Gelingt das, dann ist eine Beziehung wie der sichere Hafen, von der aus beide die Welt erkunden können.

Wird diese Balance nicht eingehalten, so kann es im Fall von zu viel Nähe zu einer Symbiose beider Partner*innen führen. Welche Folgen das haben kann, liest du hier:

Was ist wichtig in einer Beziehung? Merkmale einer guten Partnerschaft

  • Die Partner*innen sind auch beste Freunde: Freundschaft wird oft vernachlässigt. Es heißt, es zerbrechen mehr Beziehungen an einem Mangel an Freundschaft als an Liebe. Langzeitpaare bestätigen, es ist die feste Freundschaft, die sie durch die schwierigen Zeiten gebracht hat. Die Partner*innen müssen einander auch einmal sagen dürfen: „Ich liebe dich, aber im Moment finde ich dich doof.“ Es ist möglich, sich sowohl nach Nähe und Bindung zu sehnen als auch sich Freiraum und Autonomie zu wünschen. Es ist sogar normal. Denn einerseits benötigen Menschen soziale Kontakte und Sicherheit von Verbindungen, andererseits brauchen sie Raum zur Entfaltung, zum Erkunden und zum Lernen.

  • Pflege der Verbindung: Unser Wunsch nach Verbindung und Sicherheit in einer Beziehung ist enorm. Kleinste Verunsicherungen können Konflikte schnell eskalieren lassen. Wird dagegen die Verbindung als sicher erlebt, lassen sich Konflikte ganz einfach lösen. Paare trennen sich bei genauem Hinsehen selten wegen eines großen Konflikts. Viel häufiger entwickelt sich eine Distanz, die im Laufe der Zeit immer größer wird, weil die Partner*innen die vielen kleinen Bitten um Verbindung im Alltag übersehen. Beziehungen werden mit täglicher Aufmerksamkeit aufgebaut und gepflegt, nicht mit der einen großen Geste. Und ja, es hilft, das Smartphone immer wieder wegzulegen, um diese Bitten um Verbindung erkennen zu können.

  • Die Partner*innen kümmern sich um die lösbaren Konflikte: Zwei Drittel aller Konflikte lassen sich nicht durch Kompromisse lösen, die beide Partner*innen gleichermaßen befriedigt zurücklassen. In glücklichen Beziehungen arbeiten sich die Partner*innen nicht an unlösbaren Konflikten ab, sondern kümmern sich um die lösbaren. Das verstärkt die positive Grundhaltung gegenüber dem Partner oder der Partnerin und der Beziehung.

  • Das Paar hat Rituale für sich gefunden: Rituale geben Geborgenheit und Sicherheit, sie zeigen Vertrautheit und Verbindlichkeit. Dabei ist nicht so wichtig, welches Ritual oder welche Rituale das Paar für sich findet, sondern dass es welche findet. Es geht darum, Situationen zu schaffen, in denen sich beide Partner*innen gesehen, wertgeschätzt und geliebt fühlen. „Ich komme gerne in unser Zuhause und zu dir“, ist denke ich, ein wichtiger Gedanke.

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Die „perfekte“ Beziehung? Das Geheimnis glücklicher Paare

Erfolgreiche Paare sind in ihrem Umgang im Alltag achtsam, stärken somit ihre Verbindung und reduzieren Unsicherheiten und Trigger. Sie hören zu und legen ihr Handy weg, wenn der andere sprechen möchte. Jedes Gesprächsangebot, jede Bitte um ein Gespräch sollte bemerkt und darauf eingegangen werden. Entweder: zugewandt, neutral oder abgewandt.

Was bedeutet das? Ich möchte ein Beispiel anführen, das ich in meinen Seminaren zitiere. Ein Paar geht spazieren, einer Person ist kalt. Nicht nur bemerkt der*die Partner*in das, er*sie schlägt auch gleich vor, ins nächste Café zu gehen und will sie oder ihn zu einem heißen Getränk einladen. Das ist zugewandte Kommunikation: aufmerksam, kreativ und fürsorglich. Neutrale Kommunikation wäre, wenn eine Person gleichgültig sagt, ihr ist kalt und der oder die Partner*in antwortet: „Ja, ziemlich frisch heute.“ Und abwertende, abgewandte Kommunikation wäre, würde er oder sie sagen: „Warum hast du dir nicht etwas Wärmeres angezogen, du bist wie ein Kleinkind, auf das ich aufpassen muss.“

Zusammengefasst: Zugewandte Kommunikation ist Bestätigung und Teilen von Emotionen. Neutrale Kommunikation bewegt sich dagegen eher auf dem Niveau „Ja, nein, vielleicht, ach so …!“ Und abgewandte Kommunikation klingt unabhängig vom Wortlaut irgendwie immer nach „Lass mich in Ruhe!“ Und genau das ist, was dann den Konflikt eskalieren lässt, weil in diesem Moment die Beziehung und die Verbindung in Frage gestellt oder ganz unterbrochen wird.

Keine glückliche Partnerschaft? Anzeichen, dass etwas in der Beziehung nicht stimmt

Beziehungsprobleme spiegeln sich meist in der Kommunikation wieder: Viele Partner*innen arbeiten sich bei Konflikten vergeblich aneinander ab, weil sie versuchen, sich gegenseitig von ihrem Standpunkt zu überzeugen. Dabei geht es fast immer um gleichberechtigte, aber eben gegensätzliche Bedürfnisse zur gleichen Zeit. Wer nun versucht, mit Argumenten auf der Sachebene den anderen zu verändern, wird scheitern. Jeder Angriff auf die Autonomie wird mit Gegenangriff und Verteidigung beantwortet werden. Bei jedem Beziehungskonflikt geht es nicht um die Sachebene, sondern um die emotionale Verbindung. Es geht nie um die Socken, sondern darum, was das mit mir macht, wenn ich dir hinterher räumen muss?

Zum Beispiel: Wie tanke ich meine Energie auf? Ein*e Partner*in möchte reden und benötigt Austausch, um wieder zu Kräften zu kommen. Der andere möchte Me-Time, abschalten und sich zurückziehen. Für beide Partner*innen kann diese Situation immer wieder schwierig und verletzend sein. Aber beide Strategien sind richtig, sie sind nur nicht einfach sehr kompatibel. Und sie werden es auch nicht, egal wie erbittert die Partner*innen argumentieren und sich aneinander abarbeiten. Besser ist, andere Gemeinsamkeiten zu pflegen und zu sichern und die Andersartigkeit anzuerkennen und zu respektieren.

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Glückliche Beziehung: Die Rolle guter Kommunikation

Wer gelernt hat, Konflikte rasch anzusprechen und zu bewältigen, der hat häufig auch mit einer forschen Wortwahl weniger ein Problem. Wer hingegeben gelernt hat, dass Harmonie das Wichtigste in einer Beziehung ist und jeder Konflikt diese beschädigen könnte, der reagiert auch auf „Können wir mal reden?“ mit Flucht und Rückzug. Gute Kommunikation ist vor allem eine ausgewogene Kommunikations-Dynamik, die den persönlichen Trigger-Punkten Rechnung trägt und erst an zweiter Stelle die deshalb aber auch sehr wichtige „Ich-Kommunikation“, die eigene Wahrnehmung beschreibt und nicht das Gegenüber angreift.

Wenn Menschen sich angegriffen fühlen, zu Unrecht beschuldigt oder in die Ecke gedrängt, dann werden sie rasch von ihren Emotionen so überflutet, dass sie nur noch mit Angriff oder Flucht reagieren können. Diesen Zustand zu vermeiden und mit ihm umzugehen, wenn er eintritt, ist die Aufgabe guter Kommunikation. Dabei geht es nicht allein darum, was gesagt wird, sondern eben auch, wie und wie es ankommt. Verbindet ein*e Partner*in mit bestimmten Themen, Situationen oder Verhaltensweisen schmerzhafte Erinnerungen, wird der emotionale Ausnahmezustand schnell getriggert.

Das ist ein durchaus sinnvolles System: Durch Gefühle wird uns mitgeteilt, das, was unsere Sinnesorgane wahrnehmen, also hören, sehen, spüren, das könnte bedrohlich sein und wir können uns auf die vermeintliche Gefahrensituation vorbereiten. Durch Anspannung der Muskeln beispielsweise. Dieses evolutionäre Programm verhindert Schaden, weil wir blitzschnell reagieren können und zwar so schnell, dass wir gar nicht nachdenken müssen.

In einer Konfliktsituation mit dem Partner oder der Partnerin funktioniert das System genauso – und dann wird aus dem geliebten Menschen kurzzeitig ein Feind, der bekämpft wird. Dann wird die Auseinandersetzung meist fies, weil sie eben nicht vom Verstand geführt wird, sondern von unserem Angriffs- und Verteidigungssystem.

Artikelbild und Social Media: courtneyk/iStock

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