SIE SIND HIER: Maxi »  LEBEN

Fett: Gesund oder ungesund?


Gute Fette, schlechte Fette


Bisher galt immer: Fett ist ungesund. Das stimmt nur noch teilweise. Denn jetzt haben Wissenschaftler nachgewiesen, dass Fette sogar vor Krankheiten wie Herzinfarkt oder Arteriosklerose schützen können. Wir sagen, wie Sie Fette unterscheiden und weiter genießen können.
Gute Fette, schlechte Fette - Fotolia_10595964_vgstudio_Frau-Sahnetorte-essen-in-Mund-stopfen-308
Foto: vgstudio, fotolia
Sahnetorte schlemmen - das sollte eine Ausnahme sein

  • Welches Fett ist schlecht für mich?

Zu den ungesunden Fetten gehören die gesättigten Fettsäuren. Sie erfüllen im Grunde nur eine Funktion: Sie schenken dem Körper Energie. Nehmen wir mehr von diesem Fett auf, als wir brauchen, lagert der Körper die überschüssige Energie ein. Die Folge: Wir werden dick.

  • Worin steckt das ungesunde Fett?

Die gesättigten Fettsäuren finden wir in Wurst, Fleisch, Butter, fetthaltigen Milchprodukten und Käse sowie gehärteten pflanzlichen Ölen (Margarine, Kokosfett). Die gesättigten Fettsäuren treiben den Cholesterinspiegel in die Höhe. Deshalb werden sie für die Entstehung von Gefäßkrankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall mitverantwortlich gemacht.

  • Was sind Trans-Fettsäuren?

Pommes frites, Kekse oder Kartoffelchips isst jeder gerne. Doch leider werden bei der Erhitzung von pflanzlichen Ölen Fettsäuren in sogenannte Trans-Fettsäuren umgewandelt. Und die sind ungesund.

  • Warum sind Transfette schädlich?

Studien beweisen: Transfette sind noch schlechter für die Gesundheit als die gesättigten Fettsäuren. Denn sie pushen den Cholesterin-Spiegel auf Höchstwerte. Zudem führen sie zur Ausschüttung von Entzündungsstoffen, die Arteriosklerose begünstigen. Fatal: Die gefährlichen Fettsäuren werden vom Körper nicht als Schadstoff erkannt und wie normale Fettsäuren in die Zellen eingebaut. Damit steigt auch noch das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte an. Der Einsatz von Transfetten ist umstritten. Tatsächlich wird derzeit in der EU über ein Verbot diskutiert. In Dänemark und Kalifornien (USA) sind Trans-Fettsäuren bereits verboten.

Weitere Themen
  • Die olympischen Spiele des schlechten Geschmacks

    Rauf aufs Treppchen des schlechten Geschmacks.

  • Eine gute und eine schlechte Nachricht

    Gute und schlechte Nachrichten.

  • Schlechte Bücher, gute Bücher

    tina-Kolumnistin Susanne Rückert hat schon viel erlebt ...

  • Welche Fette sind gut für die Gesundheit?

Zu den gesunden Fetten zählen die ungesättigten Fettsäuren. Einfach ungesättigte Fettsäuren kann der Körper selbst bilden. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren können vom Körper nicht hergestellt werden und müssen deshalb über Lebensmittel aufgenommen werden. Sie werden deshalb auch als essentielle Fettsäuren bezeichnet. Ungesättigte Fettsäuren können durch Verdauungsenzyme besser aufgespaltet werden als gesättigte und sind somit viel leichter verdaulich.

  • Worin steckt das gute Fett?

Die ungesättigten Fettsäuren lassen sich in zwei Gruppen unterteilen: Zum einen gibt es die Omega-6-Fettsäuren. Sie stecken in Mais-, Oliven,- oder Sonnenblumenöl. Zum anderen sind da die wertvolleren Omega-3-Fettsäuren, die man in Leinsamen-, Soja-, Walnuss- und Rapsöl, oder auch im Fett von Makrele, Lachs, Hering, Forelle und Thunfisch zu findet.

Gute Fette, schlechte Fette - Fotolia_8076544_emmi-olivenoel-loeffel-flasche-giessen-308
Foto: emmi, fotolia
Kaltgepresste Öle enthalten essentielle Fettsäuren und sind deshalb gesund

  • Warum sind die Omega-Fette so gesund?

Zahlreiche Studien belegen, dass Omega-3-Fettsäuren sich auf zahlreiche Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen günstig auswirken. Derzeit wird auch noch daran geforscht, ob sich der Verzehr von Omega-3-Fettsäuren positiv auf entzündliche Erkrankungen wie Rheuma und Morbus Crohn, aber auch auf Krebs, Hauterkrankungen und die geistige Entwicklung positiv auswirkt.

Omega-6-Fettsäuren helfen, Vitamine aus Obst und Gemüse besser aufzunehmen. Wichtig ist das Mischverhältnis der beiden Fettsäuren: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt ein Verhältnis von Omega- 6- zu Omega-3-Fettsäuren von 5:1. Das lässt sich leicht erreichen, wenn man beim Kochen statt Olivenöl auch mal zu Raps- oder Walnussöl greift und zwei- bis dreimal die Woche Fisch auf dem Speiseplan hat.

  • Wie viel Fett braucht unser Körper?

Die täglich aufgenommene Energie durch Fett liegt pro Person in Deutschland bei durchschnittlich 38 Prozent. Ideal für die Gesundheit wären aber 30 Prozent, das sind etwa 65-80 Gramm Fett pro Tag.

Höchstens die Hälfte der Fettmenge sollte dabei aus tierischen Fetten bestehen. Oft nehmen wir aber größere Mengen davon auf. Wer tierische Fette einsparen möchte, greift zu fettreduzierten Milchprodukten oder magerem Geflügelaufschnitt. Und statt Kuchen mit Sahne lieber mal frische Früchte mit Quark oder Joghurt naschen.

Gute Fette, schlechte Fette - Fotolia_5346675_Igor_Dutina_Chips-Schalen-208
Foto: Igor Dutina, fotolia
Chips zählen zu den schlechten Fetten

Gute Fette

  • Leinöl
  • Nüsse
  • Mandeln
  • Olivenöl
  • Walnussöl
  • Rapsöl
  • Fisch

Schlechte Fette

  • Kekse
  • Pommes
  • Croissants
  • Schmand
  • Kokosfett
  • Butter
  • Chips


Veröffentlicht in Fernsehwoche
Tags:   gemüse |  Fleisch |  Obst |  Lebensmittel |  Vitamine |  Ernährung

Weitere Artikel zu gesunder Ernährung

Kommentare: Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

mezzovoice
02.09.2009
20:45
Zu den gesättigten Fetten: auch hier werden Transfette und gesättigte Fette in einen Topf geworfen. Natürlich sind gehärtete Fette äusserst schädlich - aber auch die meisten Pflanzenfette sind ungünstig, weil sie viel zu viele entzündungsfördernde Omega-6-Fettsäuren enthalten. Man sollte sie - bis auf Oliven-, Raps- und Kokosöl möglichst meiden. Ausserdem werden sie beim Erhitzen ranzig - viele sind schon ranzig, bevor man die Flasche öffnet, auch wenn der Geruchssinn das nicht wahrnimmt. Das verursacht dann das Entstehen der berühmten freien Radikalen - und soviel Gemüse und Obst kann man garnicht essen, um dem vernünftig entgegenzuwirken. Butter und Schweineschmalz, Rindertalg und Kokosfett sind stabil, da passiert beim Kochen und Braten garnichts!!
mezzovoice
02.09.2009
20:41
Im Gegensatz zu dem, was sie schreiben, gehört Kokosfett mit zum Gesündesten, das der Mensch essen kann. Als einziges Fett enthält es jede Menge Laurinsäure und wirkt antibakteriell und stoffwechselfördernd. Es landet immer bei den schlechten Fetten , weil es viele gesättigte Fettsäuren enthält. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind diese jedoch nicht schlecht, sondern wirken geradezu schützend. Vorausgesetzt natürlich, man verzehrt nicht Massen an Zucker und Mehl
Betty
04.08.2009
08:50
Hallöchen, mir gefällt spezielle Ihr thema Fit und gesund. Da kann man mit ein paar Mausklicks mehr Interessantes erfahren als beim Lesen ganzer Kochbücher. zudem ist die Seite mit ansprechenden Fotos gespickt. So macht sogar mir das Sitzen vor dem PC Spaß.
Alles Schöne für den Tag, Ihr unbekannten Bereitsteller/innen der Informationen.
Betty
Gewinnen Sie mit dem neuen SEAT Leon SC

Anzeige

Ein Lifestyle-Wochenende in Barcelona.

Jetzt bewerben
Kostenfalle Gepäck-Gebühren!

Gepäck-Kosten

Kostenfalle: günstige Flugpreise, hohe Gepäck-Kosten

Zu den Gepäck-Kosten
Die große Lust aufs Wandern

Checkliste

Wandern ist etwas Wunderbares.

Zur Checkliste
Beach-Look: Diese Frisuren sitzen

Für Beachday & Party

Beach-Look-Frisuren versprühen Sommer, Sonne & Leichtigkeit.

Beach-Look-Frisuren
Das ABC der Haut-Vitamine

Power-Wirkung

Vitamine haben sehr viel Power, die auch in Pflegeprodukten genutzt wird.

Für strahlende Haut