Cupcake-Ladenbesitzerinnen: Lauter glückliche Frauen
|
Dawn Nelson, 32, ist Amerikanerin und machte 2007 den ersten Cupcake-Shop in Berlin auf, weil sie fand, dass die Deutschen Cupcakes probieren sollten. Warum haben Sie Ihren Cupcake-Shop ausgerechnet in Berlin eröffnet? Ich kannte die Stadt von einer Europa-Reise. Weil ich Veränderung in meinem Leben brauchte, habe ich mein Haus und mein Auto verkauft, meinen Job als Make-up-Artist in Philadelphia gekündigt und kam hierher. Keine Angst gehabt? Klar hatte ich manchmal Bedenken zu versagen, aber wenn man was wirklich will, kann man es auch schaffen. Warum lohnt es sich, durchzuhalten? Weil ich die Leute mit Cupcakes glücklich machen kann, und es ein tolles Gefühl ist, sein eigenes Ding durchzuziehen. (weiter nächste Seite) Schmecken Ihre Cupcakes anders als die in den USA? Nein, ich backe nach traditionell amerikanischem Rezept. Also ein fluffiger Teig mit Buttercreme und Zuckerhaube drauf. Klingt sehr süß. Mögen die Deutschen das? Sehr. Für sie ist es noch etwas Neues, viele denken, Cupcakes seien Muffins. Zum Spaß haben wir kleine Buttons mit der Aufschrift „Cupcake, not a Muffin!“ gebastelt. Sie haben bestimmt viele amerikanische Kunden. Cupcake Berlin, Krossener Straße 12, Berlin, Friedrichshain Dr. Annette Leurs, 31, eröffnete im Juli 2009 das Café „Sugarbird Cupcakes“ in Düsseldorf, weil sie keine Geschäftsberichte mehr lektorieren wollte. Frau Dr. Leurs, Sie sind promovierte Sprachwissenschaftlerin. Wieso backen Sie Cupcakes? Eine mutige Entscheidung in der Wirtschaftskrise... Wie sehr hat sich Ihr Leben durch die Cupcakes verändert? (weiterlesen) Ich habe jetzt eine viel größere Verantwortung. Das ist schön, aber auch belastend, zum Beispiel, wenn man einen Kredit aufnehmen muss. Alles in allem bin ich aber viel glücklicher. Ich stehe morgens mit einem Lächeln auf und freue mich auf den Tag, denn ich kann jetzt alles selbst bestimmen. Ein tolles Gefühl. Und wenn die Leute irgendwann keine Cupcakes mehr haben wollen? Sugarbird Cupcakes, Rethelstraße 153, Düsseldorf Laura Seebacher, 30, backt seit Ende 2008 Cupcakes, weil sie als Tortendesignerin mal Lust auf etwas anderes hatte. Sie führen das Café zusammen mit Ihrem Freund Sebastian, der BWL und Politikstudent ist. Wie passt das mit Cupcakes zusammen? Wollten Sie schon immer ein Café eröffnen? Dann wurden es Cupcakes. (weiterlesen) Sind die englischen Cupcakes Ihr Vorbild? Die Cupcakes, das Interieur, Ihr Styling – das ist ja ein Gesamtkunstwerk... LIEBES BISSCHEN, Eifflerstraße 47, Hamburg Die Geschichte dazu: Projekt Cupcake: In Berlin ging‘s los, jetzt eröffnet ein Törtchen-Laden nach dem nächsten. Wer hinter dem angesagtesten Business-Plan 2009 steckt? |
Veröffentlicht in Maxi


Foto: Jens Passoth
Foto: Jens Passoth
Foto: Mareike Foecking
Foto: Mareike Foecking
Foto: Knut Gärtner, Haare/Make up: Petra sulger / closeup-agency.de
Foto: Knut Gärtner, Haare/Make up: Petra sulger / closeup-agency.de
