
Der Zauber der Karibik umfängt uns sofort nach der Landung auf Jamaika, 150 Kilometer südlich von Kuba gelegen und drittgrößte Insel der Großen Antillen. Ein warmer Tropenwind weht. Von ferne klingt ein entspannter Reggae- Song herüber. In der Luft liegt eine Mischung aus Blütenduft und Meersalz. "Welcome to Jamaica", Willkommen auf Jamaika, ruft uns lachend der Fahrer mit der bunten Wollmütze zu, unter der er seine Haarpracht verbirgt. Vom Flughafen an der Montego Bay bringt er uns ins Hotel nach Negril. Der Strand liegt hier direkt vor dem Hotel. Elf Kilometer feinster weißer Karibiksand, unzählige Palmen und ein kristallklares Meer breiten sich vor uns aus. Überwältigend schön! Langsam lassen wir unsere Herbsthaut sich an die Tropensonne gewöhnen und verbringen viel Zeit im Schatten von "Rick's Café" am Ortsende von Negril. Von hier hat man den besten Blick auf Jamaikas mutige Klippenspringer. 30, 40, 50 Meter hoch sind die Klippen, von denen sich die Wagemutigen mit ihren muskulösen Körpern ins Meer fallen lassen. Nach ein paar Tagen am Strand machen wir eine romantische Floßfahrt auf dem Black River. Das Gewässer fließt durch dichten Dschungel. Lianen hängen über den Fluss. An manchen Blüten sieht man neongrüne Jamaika-Kolibris mit langen Schnäbeln Nektar schlürfen. Aus dem tiefgrünen Wald zirpt, pfeift und tiriliert es.

Neben Strand und Dschungel hat Jamaika viele bis über 2.000 Meter hohe Berge zu bieten. Wir erkunden die Blue Mountains, die Blauen Berge, mit unzähligen Blumen und Vögeln. Viele Arten sind nur auf Jamaika heimisch. Wir halten an atemberaubenden Aussichtspunkten, von denen wir weit übers Meer hinausschauen. Und besuchen eine Plantage, wo in roten Beeren die Bohnen für "Jamaican Blue Mountain"- Kaffee reift, eine der weltbesten Sorten. Eine Tasse frisch gerösteten Kaffee genießen wir hier. Genuss und Lebensfreude sind sowieso das Motto der Jamaikaner. Wer je ihre schöne, warme Insel besucht hat, der weiß auch, warum.
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